Untervermietung über airbnb an Touristen rechtfertigt fristlose Kündigung!

by

Ein Zimmer frei und etwas Unterstützung bei der Miete könnte nicht schaden? Warum nicht für das Wochenende das Zimmer über airbnb vermieten? Vorsicht: Das könnte den Mietvertrag kosten!

Vermietet man als Mieter eine Wohnung unter, benötigt man hierfür die Genehmigung des Vermieters. Dass die 


entgeltliche Überlassung vermieteten Wohnraums durch einen Mieter (ist) vorbehaltlich einer - hier nicht erteilten - Erlaubnis des Vermieters vertragswidrig

ist, hat das Kammergericht in Übereinstimmung mit dem BGH (VIII ZR210/13) schon im November 2014 dargelegt (67 S 360/14)

In dem aktuellen Beschluss des Kammergerichts (67 T 29/15) bestätigt das Gericht seine diesbezügliche Auffassung erneut. Hier war der Mieter bereits wegen unerlaubter Untervermietung über airbnb von seinem Vermieter abgemahnt worden. Als die Wohnung danach erneut bei airbnb zur Vermietung angeboten wurde, kündigte der Vermieter den Mietvertrag fristlos. 

Das anbieten der Wohnung an sich stellt zwar noch keine unerlaubte Untervermietung dar,



jedoch handelt es sich gleichwohl um eine gravierende Pflichtverletzung, da der Mieter damit der Öffentlichkeit und gleichzeitig dem Vermieter gegenüber schlüssig, aber gleichzeitig unmissverständlich zum Ausdruck bringt, die vertragswidrige entgeltliche Überlassung der Mietsache an Touristen - ungeachtet der vermieterseits ausgesprochenen Abmahnung - auch in Zukunft fortzusetzen.

In der Zukunft werden sich Kündigungen wegen unerlaubter Vermietung über airbnb sicherlich häufen. In Berlin stehen derzeit über 1000 buchbare Unterkünfte zur Verfügung, die kaum zu einem großen Teil von Wohnungseigentümern stammen. Ein Vermieter kann schnell und einfach recherchieren, ob "seine" Wohnung angeboten wird. Das verlockt eventuell, alte "günstige" Mietverträge loszuwerden ...